Foto (v.l.n.r.): Mark
Meidinger, Oliver Schweickert,
Florian Bender und Jan Seemann
Lange musste die
Tischtennisabteilung der SG Arheilgen auf diesen Triumph warten.
Im Jahre 1982 qualifizierte sich mit der Mädelmannschaft der SG
die letzte Mannschaft aus dem Verein für eine deutsche
Meisterschaft. Genau 25 Jahre später tun es den Mädchen die
Jungen nach. Nach dem Gewinn der Hessenmeisterschaft und des
Hessenpokals sicherte sich Arheilgen mit einem 6:4-Sieg gegen
den Vorjahressieger SF Nistertal sicherte sich die SG den
südwestdeutschen Meistertitel.
An die deutschen Meisterschaft geht man ohne jeden Druck. „Wir
wollen so gut wie möglich abschneiden. Was am Ende dabei
herausspringt, davon lassen wir uns überraschen“, meinte
Jugendleiter Wolfgang Gebauer.
Die Mannschaft aus der unmittelbaren Nähe von Darmstadt muss in
Rahden allerdings mit einer Hypothek kämpfen, denn die beiden
Trainer Susanne Benz und Wolfgang Gebauer können aufgrund
anderer Verpflichtungen nicht mit nach Ostwestfalen kommen.
Gecoacht wird die SG deshalb von Spielervater Reinhold Bender.
Trotz allem sollte die Mannschaft um den überragenden Mark
Merdinger (hessischer Meister der Schüler A) in der Lage sein,
auch um den deutschen Meistertitel ein Wörtchen mitzusprechen.
2. SF Nistertal
Foto (v.l.n.r.):
Benedikt Stahl, Yannik Müller, Moritz Beib,
Felix Beib (liegend)
Als Zweiter des Regionalverbandes Süd-West
qualifizierten sich die Jungen der SF Nistertal für die
deutschen Meisterschaften. Für die 1400-Seelen-Gemeinde aus dem
Westerwald ist die Teilnahme an den Deutschen schon ein
Riesenerfolg. Alle Nistertaler sind ausnahmslos Eigengewächse.
Moritz Beib und Yannik Müller spielen sogar seit dem sie mit dem
Tischtennissport angefangen haben in einer Mannschaft und auch
seit dem gemeinsam Doppel. Und dies auch überaus erfolgreich.
Bei den Landesmeisterschaften der Schüler B holten sie sich den
Titel. Im letzten Jahr war Nistertal bereits bei den deutschen
Schülermeisterschaften dabei. Damals sprang Platz fünf heraus.
„Eine ähnliche Platzierung wäre auch in diesem Jahr ein toller
Erfolg“, hofft Spielervater, Trainer und Betreuer in
Personalunion Rainer Beib. Mit dem erst elfjährigen Felix Beib
stellen die Nistertaler zudem dem jüngsten Spieler in Rahden.
Auch ansonsten gehört der jungen Truppe aus Nistertal die
Zukunft. Die Aufstellung: Yannik Müller, Moritz Beib,
Benedikt Stahl, Felix Beib, Johannes Rech.
Foto (v.l.n.r.): Robin
Ralli, Dennis Stetter, Benjamin Neutz,
Tim Oechsle, Manuel Geisler
Es war bislang ein großes Jahr für die Tischtennisabteilung der TGV Eintracht
Beilstein. Gleich beide süddeutsche Meistertitel gingen an den
Verein vor den Toren Stuttgarts. Die Jugendarbeit wird groß
geschrieben in Beilstein. Gleich zwölf Nachwuchsmannschaft nennt die Eintracht sein eigen. Eng mit dem Erfolg verbunden ist der Name Holger Tischer. Seit 2003 trainiert der frühere Honorartrainer des DTTB den Klub. Seit dem schrieben die Beilsteiner eine schier
unglaubliche
Erfolgsstory. Die Jungenmannschaft wurde dabei ihrer Favoritenrolle in
Süddeutschland gerecht. Allerdings lässt das 5:5 im direkten Duell gegen den SSV Schönmünzach schließen, dass sich beide
Vertreter leistungsmäßig nicht viel schenken. Die Beilsteiner
Jungen kommen mit einem klaren Ziel in den Mühlenkreis nach Rahden. „Ziel ist zunächst
einmal das Erreichen des Halbfinals. Allerdings wird viel von
der Tagesform abhängen“, geht Trainer Holger Tischer optimistisch an die Sache heran. Stärke der Mannschaft ist die mannschaftliche Geschlossenheit. Im
Meisterschaftsspielbetrieb gab es bislang noch keine Niederlage für die Eintracht. Überragender Spieler in der Serie war allerdings Spitzenspieler Benjamin Neutz. Dabei können Benjamin Neutz und Tim Oechsle in Rahden für ein Novum sorgen. Beide gewannen im letzten Jahr den deutschen
Schülermannschaftsmeistertitel.
Dazu bedarf es aber, dass die Beilsteiner am Ende wieder
ganz oben auf
dem Treppchen stehen.
Die Aufstellung: Benjamin Neutz, Dennis Stetter, Tim Oechsle, Robin Ralli, Manuel
Geisler.
Foto (v.l.n.r.):
Stehend: Florian Schillinger,
Trainer Klaus Frey, Soeren Quass,
knieend: Nicolas Zepf, Fabian Frey
Die weiteste
Anreise aller Mannschaften nach Rahden muss der SSV Schönmünzach hinter sich bringen. Aus der Nähe von Karlsruhe und der französischen
Grenze kommt der Zweitplatzierte der süddeutschen Meisterschaften. Die Mannschaft des SSV kann auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurückblicken. Seit 1997 spielen Nicolas Zepf, Fabian Frey und Florian Schillinger
bereits gemeinsam in einer Mannschaft. Alle drei haben in der
Schüler-Kreisklasse gemeinsam begonnen und finden
sich nun bei den deutschen Meisterschaften wieder. Sicherlich auch ein Novum bei den vertretenen Mannschaften in Rahden. Für den SSV Schönmünzach ist es die erste Teilnahme an deutschen Meisterschaften. „Wir kennen die anderen
teilnehmenden Mannschaften, deshalb ist es schwer einzuschätzen, wo wir am Ende landen werden. Das Halbfinale wäre unser Traum“, so Trainer Klaus Frey, der die Mannschaft zusammen mit Andrzej Kaim betreut.
Die Leistungsträger in der Mannschaft sind eindeutig Nicolas Zepf, dem besten Verbandsligaspieler in der zurückliegenden Serie und Fabian Frey, der vor zwei Jahren Sechster der Ba-Wü-Endrangliste der U 15 wurde.
Foto (v.l.n.r.): Markus
Grothe, Benedikt Duda, Nils Offermann,
Fabian Grothe
Vom Tellerwäscher zum Millionär oder in der
Tischtennissprache ausgedrückt vom Außenseiter zum deutschen
Meistertitel. Vielleicht nicht ganz, aber die Erfolgsgeschichte
der Schwalben aus Bergneustadt ließ sich wie in einem modernen
Märchen. Aus Aufsteiger aus der Bezirksliga gingen die Jungen
aus Bergneustadt in der Verbandsliga an den Start. Schon in der
Serie lief es unerwartet toll. Hinter dem verlustpunktfreien
Tabellenführer aus Weidenau belegte der TTC dank des besseren
direkten Vergleich gegen den Mitkonkurrenten aus Langenfeld den
zweiten Platz, was gleichbedeutend war mit der Teilnahme an den
Spielen um die westdeutschen Meisterschaft. Und hier erreichte
der Märchen aus dem Oberbergischen seinen Höhepunkt. Nach dem
unerwarteten Sieg im Halbfinale gegen Altenessen traf man sich
im Finale mit Weidenau wieder. In der Serie gingen beide Spiele
mit 6:8, bzw. 1:8 verloren. Im WTTV-Finale drehte Bergneustadt
den Spieß um. Mit 8:3 setzten sich die Youngster aus
Bergneustadt unerwartet glatt durch.
„Am 03. Juni haben wir das Wunder von Bönen vollbracht“, freute
sich Bergneustadt Heinz Duda. Es war wirklich ein kleines Wunder
und nun soll in Rahden die Fortsetzung des Sommermärchens. „Zu
Beginn der Serie in der Verbandsliga wollten wir den
Klassenerhalt schaffen. Was nun daraus geworden ist, ist einfach
nur traumhaft“, so Duda weiter. Seit 2005 wird die Mannschaft
von Zweitligaspieler Boris Rosenberg betreut und seit dem ging
es mit Schwalbe stetig und steil nach oben. In Rahden will man
wie immer den Ball flach halten. „Wir freuen uns, überhaupt
dabei zu sein. Alles weitere ist jetzt Zugabe“. Die beiden
Zwillingen Markus und Fabian Grothe müssen dafür sogar in den
sauren Apfel beißen und den Sommerurlaub zumindest um ein paar
Tage zu verschieben. Eine Sache, die sie sicherlich gerne
machen, angesichts dieses großen Erfolgs. Dann will die junge
Mannschaft –kein Spieler älter als 15 Jahre- erneut für Furore
sorgen.
Foto (v.l.n.r.):
Tom David Hassel, Samet Heper,
Michel Dekein,
Jens Müermann, Hendrik Oderbein
Die Jungen von
der DJK Weidenau galten im Vorfeld des Finals zur
westsdeutschen Meisterschaft als klarer Favorit. Immerhin konnte man vorher in beiden Saisonspielen
gegen Bergneustadt gewinnen. Im Finale drehte dann aber Bergneustadt den Spieß um. Auch wenn es am Ende „nur“ zu Platz reichte, die
Quali für die Deutschen war dennoch geschafft. Für Weidenau war dies die bislang einzige Saisonniederlage. In der Verbandsliga wurde die DJK ohne Verlustpunkt
und mit großem Vorsprung Erster. „Wir freuen uns sehr an einer so hochrangigen Veranstaltung teilnehmen zu dürfen“,
erklärt Weidenau´s Günter Kraus. Der Auftritt in
Rahden wird für Weidenau der letzte im Jungenbereich
sein. In der kommenden Serie wechseln alle vier Spieler geschlossen in den Seniorenbereich, wo sie in der
Bezirksklasse zum Einsatz kommen werden. Trainiert werden die DJK-Jungen von
Michael Dekein, der schon zahlreiche Talente herausgebracht hat. „Wir werden im Vergleich mit
den achtbesten Jungenmannschaften bis zum letzten Punkt
kämpfen“, so Kraus weiter.
Foto (v.l.n.r.): Yannik
Möhle, Patrick Möhle,
Betreuer Sebastian Pook, Daniel Henrichs, Eyyüp
Yildirim
Die Jungen des ATSV Habenhausen konnten Anfang Juni den Heimvorteil bei den norddeutschen Meisterschaften nur bedingt nutzen. Hinter dem VfL Westercelle belegte der Vertreter
Bremens einen tollen zweiten Platz. Im direkten Duell konnte man Westercelle ein 5:5 abkämpfen. Danach hatte der ATSV sogar den Sieg vor
Augen. Gegen CfL Berlin führte Habenhausen mit 3:1, ehe man sich noch mit 3:6 geschlagen geben musste. Somit reichte
es am Ende „nur“ zu Vizemeisterschaft. Eines bewiesen die Schützlinge von Sebastian Pook an allen Tagen der „Norddeutschen“: alle verfügen über glänzende Kämpferqualitäten, die auch in Rahden wieder herausgeholt
werden sollen.
Wen die Jungs vom
VfL Westercelle als Vorbild haben, war nach dem Gewinn der norddeutschen
Meisterschaft Anfang Juni in Bremen unschwer zu erkennen. In Manier von Timo Boll und der deutschen Handball-Nationalmannschaft setzten sich auch die
Westerceller nach dem Sieg die Pappkronen einer
bekannten Fast-Food-Kette auf ihr Haupt. „Für die Jungs ist
es nach der knapp verpassten Teilnahme im letzten Jahr die erste
Teilnahme an deutschen Meisterschaften. Unser Ziel ist es, Spaß zu haben und so weit wie
möglich, vorne zu landen. Die Mannschaft verfügt über viel Ehrgeiz“,
erklärt Abteilungsleiter Wolfgang Graue. Einen großen Anteil am
Erfolg der Mannschaft hat Trainer Florian Hoppe. Vor sechs Jahren starteten die Westerceller
mit intensiver und konzentrierter Jugendarbeit. Immer unter der
Leitung von Florian Hoppe, der mittlerweile über die B-Lizenz verfügt und zudem noch Aufgaben im Landesverband Niedersachsen übernimmt.
„Florian hat maßgeblichen Anteil an der großartigen Entwicklung“, lobt Graue das Westerceller Eigengewächs.
Westercelle ist ein Ortsteil der Stadt Celle am südlichen Rand der Lüneburger
Heide, dass sich durch seine vielen sehenswerte Fachwerkhäuser einen Namen gemacht hat. Solide wie gutes Fachwerk trumpften auch die Jungen auf. Ungeführt von einem überragenden Lukas Brinkop musste die Mannschaft im gesamten Saisonverlauf keinen Punktverlust hinnehmen.
Wie gut die Nachwuchsarbeit bei der Celler
Vorortlern ist, beweist auch die Tatsache, dass der VfL in den letzten beiden Jahren jeweils zwei Jungenmannschaften in der höchsten Nachwuchsklasse Niedersachsens hatte. Die Mannschaft spielt erst ihre erste Saison
zusammen, kennt sich aber bereits seit
sechs Jahren, da alles
Westerceller Eigengewächse sind. Die Aufstellung: Lukas Brinkop, Max Meyer, Pascal Semke, Adnaan Strojwasiewicz, Jannik Weber.